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Medikamentöse Nachbehandlung

Seit einigen Jahren haben wir als Experten ein völlig anderes Verständnis der Erkrankung Brustkrebs bekommen.
Brustkrebs ist keine lokale Erkrankung der Brust allein. Vielmehr ist sie eine systemische Erkrankung, welche den gesamten Körper betrifft. Schließlich ist nicht die Brust das eigentliche und lebensbedrohende Problem, sondern die Gefahr der Metastasen in Leber, Lunge oder Gehirn. Deswegen versuchen wir einerseits herauszufinden, welche Patientin ein besonders hohes Risiko für die Bildung von Metastasen hat, andererseits schauen wir uns die Tumorzellen sehr genau mit Hilfe von aufwendigen Untersuchungen an, um deren bösartiges Potential genauer beurteilen zu können.
Um das Risiko für die Bildung der Metastasen zu vermindern, können antihormonelle Medikamente, Antikörper oder Chemotherapien helfen. Die richtige Auswahl und die optimale Kombination der verschiedenen Medikamente sind sehr komplex und schwierig. Nur wirkliche Experten können hier den Überblick behalten, denn die Standards ändern sich beinahe jährlich.
In dem Brustzentrum Heidelberg entscheidet nicht ein Experte allein über Ihre weitere Therapie. Vielmehr wird in einer interdisziplinären Tumorkonferenz die richtige Therapie für jede einzelne Patientin von mehreren ausgewiesenen Fachexperten ausdiskutiert. Somit wird eine individuelle Therapie für jede Frau maßgeschneidert, die Ihnen und auf Wunsch Ihrer Familie in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch nahe gebracht wird.
In der Tumorkonferenz wird auch geprüft, ob der jeweiligen Patientin eine Therapiestudie angeboten werden kann. In solchen Studien werden neueste Medikamente, die bereits in Voruntersuchungen erfolgreich getestet worden sind, in ihrer Wirkung und Effektivität weiter geprüft. In einem ausführlichen Aufklärungsgespräch wird mit den Patientinnen und ihren Angehörigen ausführlich über die Vor- und Nachteile einer Studienteilnahme diskutiert. Erst dann kann sich die Patientin entscheiden.

Die Patientinnen, bei denen eine medikamentöse Nachbehandlung notwendig erscheint, werden im hochmodernen onkologischen Zentrum, dem NCT der Universitätsklinik Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. A. Schneeweiss betreut. Auch Patientinnen, welche in einer Studien behandelt werden, werden hier therapiert. 

 

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